Kleines Lexikon der Perlen.

Akoya Eine japanische Auster der Perlenzucht: pinctada martensi fucata.
Aufziehen Dies kann die Perlaufzucht meinen. Häufiger jedoch wird das Auffädeln von Perlen zu einer Perlkette mit oder ohne Knoten, jedoch mit Endabschluss und Schlossbefestigung gemeint.
Aufzucht Der Prozess, während eine Auster oder Muschel bis zum Ernte-Zeitpunkt einer Perle besamt und gepflegt wird.
Auster Begriff für bestimmte Arten von doppelschaligen Süss- und Salzwasser-Weichtieren.
Barock Unregelmässige, eben nicht runde Form einer Perle.
Biwa Biwako: Der erste See in Japan, in welchem Süsswasser-Zuchtperlen gezüchtet wurden und werden. Daher ist der Name zu einem Synonym für japanische Süsswasser-Zuchtperlen geworden.
Blister Eine Naturperle welche an der Innenseite der Aussenschale, also nicht innerhalb des Austerngewebes, wächst und daher nie eine volle Form entwickelt. Mit diesem Namen werden oft fälschlich halbkugelige (Mabe) Zuchtperlen bezeichnet.
Carat Masseinheit für Edelsteine und auch Perlen. 1 metrisches Carat entspricht 0.5 Gramm. (Der Begriff darf nicht mit "Karat" als veraltete Einheit des Goldgehalts verwechselt werden!)
Choker Eine Reihe gleichgrosser, auf Faden aufgezogener Perlen mit nur geringer Grössentoleranz, z.B. 7.0 - 7.5 mm. Die Regellänge der klassischen "Grund"-Choker liegt bei etwa 40 cm. Häufig werden die nur provisorisch für den Handel so aufgezogenen Ketten ohne Verschluss und weitere Fädeltechniken als Choker bezeichnet.
Conchyn Ein von der Perlauster produziertes organisches "Bindemittel", welches in den konzentrischen Perlmuttschichten den Zusammenhalt der Aragonitprismen bewirkt.
Fädeln Auffädeln von Perlen zu einer Perlkette mit oder ohne Knoten, jedoch mit Endabschluss und Schlossbefestigung.
Farbe Eines der wichtigsten Qualitätskriterien von Perlen. Die Art der Farbe wird massgeblich von der Art der Auster und des abgesonderten Perlmutts beeinflusst.
Form Ein weiteres, wichtiges Qualitätskriterium der Perlen. Bei Ketten reichen die Formen mit allen Zwischenstufen von vollrund über fast rund, halbrund und barock bis zu schwer-barock (Fischschwanz-Barock). Bei Einzelperlen können ebenfalls alle diese Formen vorkommen sowie zusätzlich Knöpfe, Tropfen, Zwillinge, Kreuze, Sticks, Drachen u.v.a.m.
Grösse Ebenfalls ein massgebliches Preis- und Qualitätskriterium. Meist werden Perlen in Stufen von 0.5 mm sortiert.
Ikecho Die Perlauster hyriopsis schlegeli, welche in der Süsswasser-Perlzucht Japans eingesetzt wird.
Kan Eine japanische Gewichtseinheit, welche 1000 Momme, bzw. 3.75 kg entspricht.
Kern Ein gedrechseltes Kügelchen aus der dichwandigen Schale bestimmter Süsswassermuscheln. Es wird als Kern der Perlenzüchtung verwendet.
kernlose Perle Entweder eine natürlich entstandene Perle ohne nennenswerten Kern oder eine Zuchtperle, welche ausschliesslich durch Einoperieren eines fremden Mantelgewebes erzeugt wurde. Viele Süsswasser-Zuchtpereln sind solche kernlosen Züchtungen.
Keshi Kleine Perlen, die auf natürliche Weise bei der Zucht mit entstehen. Sie werden manchmal auch "seed" (Samen) oder "poppy" (Mohnperlen) genannt.
Korn Eine Gewichtseinheit für natürliche Perlen. 1 Korn entspricht 0.05 Gramm oder 0.25 Carat.
Lüster Optisches Gesamt-Erscheinungsbild der Perle, welches sich aus Glanz, Farbtönung und vor allem den tieferen Reflexionen in den einzelnen Perlschichten zusammensetzt. Daher haben Zuchtperlen mit vielen Schichten (Lange Wachstumsdauer, insgesamt dickerer Perlmantel) in der Regel ein besseres Lüster als billige, dünnmantelige Zuchtperlen.
Mabe Eine Austernart (pteria penguin) der japanischen und südostasiatischen Meere, die zur Zucht sog. halbkugeligen Mabeperlen eingesetzt wird. Dazu wird ein Halbkern auf der Innenseite der Perlschale angebracht, bei grösseren Exemplaren auch mehrere.
Mallorca Nicht zulässige Bezeichnung für Imitationen von Perlen, oft auch "Majorica" genannt. es sind meist Glaskugeln, welche mit einem Fischschuppen-Konzentrat beschichtet werden.
Mantel Weichteilbereich der Auster rings um den inneren Rand (Ephitel-Gewebe). Hier entnimmt man bestimmten Spendermuscheln die kleinen Gewebestücke, welche zusammen mit dem Kern der Perlauster einoperiert werden und dafür sorgen, dass die Perlauster nun Perl(mutt)-Schichten absondert.
Muschel Oberbegriff für doppelschalige Süss- und Salzwasser-Weichtieren.
Momme Alte japanische Gewichtseinheit: 1 Momme = 3.75 Gramm.
Orient Wie Lüster: Optisches Gesamt-Erscheinungsbild der Perle, welches sich aus Glanz, Farbtönung und vor allem den tieferen Reflexionen in den einzelnen Perlschichten zusammensetzt. Daher haben Zuchtperlen mit vielen Schichten (Lange Wachstumsdauer, insgesamt dickerer Perlmantel) in der Regel ein besseres Lüster als billige, dünnmantelige Zuchtperlen.
Perle Als Bezeichnung für sich alleine darf so nur eine Naturperle bezeichnet werden. In allen anderen Fällen muss ein bezeichnender Zusatz erfolgen, z.B. Zuchtperle oder Imitationsperle.
Perlmutt, das Die Substanz von hauptsächlich Aragonit und Conchyn, welche die Auster um einen Fremdkörper herum ausbildet und damit eine Perle erzeugt.
Perlmutter, die Die Innenschicht der beiden Austern- oder Muschelschalen. Ist sie farblich sehr dekorativ, werden daraus gerne Knöpfe und andere Gegenstände hergestellt.
Pinguinflügel Die Auster pteria penguin, welche zur Zucht der Mabeperlen eingesetzt wird.
Sankakuho Japanischer Name für eine in etwa dreieckige Austernart der chinesischen Süsswasser-Perlzucht.
Sautoir Durchgeknotete, gleichmässige Perlenkette aus 2 Chokern mit einem Knoten hinter jeder Perle, sodass etwa 85 cm Länge entsteht.
Südsee-Perle Oberbegriff der Perlen südlicher Meere, vornehmlich aus den Austern pinctada margaritifera (dunkel) und pinctada maxima (weiss, silbrig).
Verlauf Eine Perlenkette von ca. 42 - 44 cm Länge mit einem Grössenverlauf von beiden Enden (z.B. 4 mm) zur Mitte (z.B. 7 mm) hin.
Zuchtperle Eine durch Menschen-Einwirkung gezüchtete Perle, bei welcher der Perlauster ein Stück fremdes Mantelgewebe mit oder ohne Kern einoperiert wird.

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