Tigerauge als Heilstein

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Das Tigerauge verdankt seinen Namen dem funkelnden goldbraunen Schimmer, der an die Pupillen einer Katze erinnert. Dieses ist eine mikrokristalline Varietät des Minerals Quarz. Da das Tigerauge als Heilstein im Glattschliff verarbeitet wurde, besitzt er einen wogenden Schimmer, weshalb er gerne als Schmuckstück getragen wird. Ein Tigerauge entsteht, wenn die monokliden Krokydolithfasern zu Brauneisen oxidieren- es ist also ein Verwitterungsprodukt des Falkenauges. Dieser Schutzstein soll seinem Besitzer mehr Sicherheit und ein natürliches Misstrauen im Umgang mit finanziellen Angelegenheiten einbringen. Doch dieser vielseitige Edelstein fördert außerdem noch die familäre Wärme, Geborgenheit und Ausgeglichenheit.

Die Geschichte des Tigerauges

Das Tigerauge sieht häufig dem Bernstein ähnlich

Das Tigerauge hat wie auch der Bernstein eine heilende Wirkung.
(C) Florentine / pixelio.de

Schon die Griechen und Araber trugen das Tigerauge als Heilstein um ihre Sinne zu schärfen. Sie glaubten daran, der Heilstein würde ihre Freundschaften stärken, sie vor kriminellen Einflüssen schützen und wie der Amethyst vor falschen Freunden bewahren. Auch die römischen Soldaten schrieben dem Tigerauge eine große Bedeutung zu. Es sollte ihnen Schutz in großen Schlachten bieten. Später im Mittelalter diente es seinen Besitzern in Form eines Amulettes zum Schutz vor schlechten Geistern und dem sogenannten “bösen Blick”. Die Macht der Hexen sollte mit dem Heilstein gebrochen werden.

Gemmologie

  • Mohshärte: 7
  • Dichte: 2,64 bis 2,71
  • Mineralklasse: Quarze, Oxide
  • Kristallsystem: Trigonal
  • Transparenz: undurchsichtig

Vorkommen des Tigerauges

Das beste Tigerauge-Vorkommen, das bisher gefunden wurde befindet sich in Westaustralien. Dort in der Bergkette Hamersley Range, in der 2,5 Milliarden Jahre alten Marra Mamba Formation wurden Blöcke von mehreren Tonnen gefunden. Weitere natürliche Vorkommen, mit jedoch weitaus kleineren Fundstücken befinden sich unter anderem in Indien, Kanada, den USA und Südafrika, wie der Granat.

Preis

Der Preis für schönes Tigerauge ist relativ günstig, wobei der Wert meist erst durch die Verarbeitung über den Preis entscheidet.  Doch zunächst sollte man sich überlegen, welche Verwendung man für das Tigerauge beabsichtigt. Bei Schmuck aus Tigerauge ist die Entscheidung einfach. Der Wert richtet sich in erster Linie nach der optischen Qualität und dem Arbeitsaufwand zur Herstellung des Schmuck. Dabei ist hier in der Regel der Preis der geleisteten Arbeit höher als der Preis für das Rohmineral Tigerauge. Wenn das Tigerauge als Rohmineral  nur zu reinen Dekorations- Zwecken verwendet werden soll richtet sich der Preis hauptsächlich nach der Größe des Minerals und dem optischen Eindruck. Es sollen die typischen Tigerauge Strukturen zu erkennen sein. Der Wert liegt also hier eindeutig an der Rohmineralqualität und der Preis wird durch das Verhältnis von Größe des Tigerauge und der Steinqualität gebildet.

Wirkung des Tigerauges

In der Steinheilkunde ist die Wirkung oft eine Kombination aus dem Körperkontakt zum Tigerauge als Heilstein und dem Betrachten des Minerals. Es ist ein kräftiger Heilstein und soll die Knochen und Gelenke stärken, sowie Atemnot und Asthma lindern. Die Schmerzen des Bewegungsapparates lassen nach und der Rücken wird gestärkt und regeneriert. Außerdem kräftigt das Tigerauge die Leber, hilft bei Erkältungen und ist Blasen- und Darmreinigend, ähnlich wie der Nephrit.

Die richtige Pflege

Das Tigerauge sollte ein bis zweimal im Monat unter lauwarmen fließendem Wasser entladen und gereinigt werden. Am besten funktioniert dies mit kalkfreiem Wasser. Danach sollte man den Heilstein morgens oder abend für zwei Stunden in die Sonne legen, damit er sich wieder aufladen kann. Weiterhin ist zu beachten, dass man das Tigerauge wie den Rhodolith nur so lange am Körper tragen sollte, bis der gewünschte Erfolg eingetreten ist.

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