Schutz vor Schmuckraub mit den richtigen Türen und Fenstern

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Fenster und Türen müssen vor einem Schmuckraub gesichert werden. Die Zahl der Raubüberfälle auf Geschäfte, vor allem bei Juwelieren, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Wie im Film werden die Raubzüge von mehreren Personen, bei Tag aber auch bei Nacht durchgeführt. Dabei ist die Vorgehensweise immer brutaler.

Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch haben Sie mit im Einzelhandel mit einem Juwelierladen ein erhöhtes Risiko Opfer eines Raubüberfalls zu werden, da einige kriminelle Personen im Schmuckraub einen Krisen-Helfer sehen. Die Täter haben es besonders auf Ihre teure Schmuckauslage und Bargeld abgesehen. Ein Raubüberfall stellt für alle Beteiligten eine Ausnahmesituation da. Deshalb sollten Ihre Angestellten als auch Ihr Geschäftsinventar so vorbereitet sein, dass es weder finanziellen noch zu menschlichen Verlusten kommt. Damit es erst gar nicht soweit kommt, sollten Sie Ihr Geschäft für einen Raubüberfall so unattraktiv wie möglich machen. Geben Sie den Tätern keinen Anreiz genau Ihr Geschäft zu bestehlen und erhöhen Sie zudem offensichtlich die Gefahr erwischt zu werden.

Präventionsmaßnahmen an Fenster und Türen

Einbruchhemmende Fenster

Sehr wichtig -Einbruchhemmende Verglasung der Fenster
(c) Susanne Schmich / pixelio.de

Für einen Raubüberfall in einen geschlossen Laden ist für die Einbrecher entscheidend, in welches Fenster oder durch welche Tür sie am schnellsten einsteigen können. Gerade Fenster und Hinter- und Nebeneingangtüren sind die Haupteinstiegsöffnungen für Einbrecher. Somit sollten Sie sich bereits frühzeitig einen Überblick verschaffen, ob Ihre Fenster und Türen für Einbrecher attraktiv sind. Sollten Sie einen Laden aus zweiter Hand übernehmen, investieren Sie zur eigenen Sicherheit in den Einbruchschutz der Fenster und Türen. Gerade für den Einzelhandel müssen Fenster und Türen über verschiedene Schutzeinrichtungen verfügen, welche bereits in der Konstruktion berücksichtigt wurden. Es lohnt sich zu diesem Thema im Sortiment auf der Seite von www.rekord-online.de zu stöbern, um somit das ideale Fenster zu finden. Gerade für Läden im Einzelhandel sollte die “7-Punkt-Schutz Ausführung” fürs gewünschte Fenster gewählt werden.

Fenster und Türen richtig wählen

Ebenso wie bei Fenstern, verfügen auch Türen über verschiedene Ausführungen und Sicherheitsstufen. Durch einen Planer für Türen auf dieser Website, wird Ihnen die Möglichkeit geboten nicht nur sichere, sondern auch stilvolle Zimmertüren und Haustüren zu planen. Bei der Neuanschaffung Ihrer Fenster und Türen sind zudem folgende Ansprüche zu beachten:

  • Vorhandensein von Schutzverriegelungen
  • Zusätzlich verstärkte Profilrahmen
  • Abschließbare Griffe an den Fenstern
  • Einbruchhemmende Verglasung der Fenster und Glastüren – besonders für das Schaufenster
  • Für zusätzliche Fenster Durchblick machen (Sicht nur von innen nach außen ermöglichen)
  • Weitwinkelspion in Türen
  • Pilzzapfen in den Schließwinkeln
  • Die Vorrichtung für das Anbringen von Rollläden aus Metall
  • Türen von Geldbotenausgängen sollten selbst schließend sein
  • Die Türen dürfen sich von außen nur durch Schlüssel öffnen lassen

Nicht nur die Fenster sind wichtig

Türen Schmuckraub Juwelier

Juweliergeschäfte durch Sicherheitssysteme für Türen und Fenster vor Schmuckraub schützen (c)iStock.com/ KatarzynaBialasiewicz

Neben Fenster und Türen gibt es noch weitere bauliche Maßnahmen, die einen Schmuckraub eventuell verhindern können. So empfiehlt es sich bei der Innenraumplanung die Hauptkasse oder Räume für die Geldbearbeitung so zu platzieren, dass Unbefugte diesen Bereich nicht betreten können. Hier empfiehlt es sich Innentüren zu verwenden, die ausschließlich mit Hilfe eines Schlüssels von außen geöffnet werden können. Auch die bloße Einsicht des Kassenbereiches durch Fußgänger sollte umgangen werden. Zudem sollte der Personaleingang so ausgestaltet sein, dass das Personal die Möglichkeit hat, sich vor dem Hinausgehen zu vergewissern, ob unbefugte Personen davor stehen. Zudem sollte der Kundeneingang so gestaltet werden, dass dieser ständig von dem besetzten Kassenbereich einsehbar ist. Auch der Außenbereich sollte gut ausgeleuchtet sein. Die Ausstattung mit Alarmanlagen und Videoüberwachungssystemen stellen für Schmuckräuber ein erhöhtes Risiko dar. Etwa 70 Prozent aller potenziellen Täter lassen sich allein durch die Anwesenheit von Alarmanlagen und Videoüberwachungssystemen von Ihrem Raubzug abbringen.

Welche technischen Systeme stehen zur Wahl

Die Vorteile von Videoüberwachungen sind offensichtlich. Mit Hilfe von Videoüberwachungssystemen können relativ kostengünstig und mit geringem Personaleinsatz alle Bereiche rund um Ihr Geschäft kontrolliert bzw. überwacht werden. Ein Einbau von Überfall- und Einbruchmeldeanlagen ist ebenfalls ratsam. Die Einbruchmeldeanlage reagiert direkt auf unerwünschte Räuber und dient primär der Warnung des Betreibers und der betroffenen Personen sowie der Abschreckung der Täter. Dieser Alarm kann über eine Innensirene oder eine Außensirene den Schmuckräuber erschrecken und sendet zugleich eine lautlose Alarmweiterleitung an den Sicherheitsdienst. Im Ernstfall ist die hilfeleistende Stelle so unverzüglich informiert und kann sich im Idealfall mittels Videofernübertragung ein Bild vom Tatort machen und entsprechend handeln.

Glasbruchmelders an die Fenster und Türen

Technischen Systeme Fenster und Türen

Technischen Systeme zum Schutz von Türen und Fenster
(c) Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) / pixelio.de

Durch das Aufkleben eines Glasbruchmelders innen an die Fenster und Innentüren bzw. Glastüren, meldet dieses elektronische Gerät, wenn das Glas stark erschüttert wird oder gar bricht. Wie die meisten technischen Einbruchsicherungen ertönt auch hier ein lauter Alarmton zur weiteren Abschreckung. Neben der präventiven Funktion kommen diesem Systemen auch die repressiven Funktionen hinzu, dies bedeutet dass durch die Auswertung des aufgezeichneten Bildmaterials eventuell die Überführung von Tätern erleichtert werden kann. Sollte es sich bei Ihrem Geschäft um einen sehr hochwertigen Juwelier mit Schwerpunkt auf hochpreisige Glashütte-Uhren handeln, sind ggf. neben Alarmanlagen und Videoüberwachungssystemen zusätzliche Personenschleusen denkbar. Weisen Sie zusätzlich an allen Türen der Ein- und Ausgänge sowie jedem Fenster durch deutlich sichtbare bildliche Darstellungen auf die vorhandenen Sicherheitsvorkehrungen hin. Eine einfache visuelle Darstellung an Fenster und Türen ist auch für nicht deutsch sprechende Täter vom Vorteil.

Präventionsmaßnahmen durchs Personal

Im Einzelhandel unterliegen nicht nur Juweliere einem überdurchschnittlich hohen Überfallrisiko. Ebenso häufig betroffen sind zudem auch Tankstellen, Drogeriemärkte und der Lebensmittelhandel. Vor allem kleinere Geschäfte mit wenigen Beschäftigten werden öfter überfallen und das meist kurz vor oder nach Ladenschluss. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Ihr Personal bestimmte Anweisungen im Umgang mit den Zahlungsmitteln und dem Fall eines Schmuckraubes kennt. Hier empfiehlt es sich, die vorbeugenden Verhaltensweisen für den Umgang mit Zahlungsmitteln in einer Betriebsanweisung schriftlich zusammenzufassen. Grundsätzlich sollten im Einzelhandel keine allzu hohen Geldbeträge in der Kasse sein. Weisen Sie Ihr Personal an, dieses regelmäßig an den hierfür bestimmten Aufbewahrungsort oder in das Zeitverschlussbehältnis, zum Wechselgeld abzuschöpfen, zu verwahren. Beauftragen Sie zudem ein Fachunternehmen mit dem Geldtransport zur Bank.

Schulung des Personals

Simulieren Sie mit Ihrem Personal den Extremfall und legen Sie die nötigen Maßnahmen fest, die nach einem Raubüberfall zu treffen sind, bezüglich Notruf, Erste Hilfe, Umgang mit der Polizei, Presse, Kunden usw.. Sie müssen mindestens einmal jährlich, vorzugsweise zu Beginn der dunklen Jahreszeit, Ihr Personal anhand von Betriebsanweisungen zu den zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen und zu sicherem Verhalten unterweisen. Zusätzlich können Sie auf dguv.de die aufgeführten Regeln zum Umgang mit Zahlungsmitteln in Verkaufsstellen hinzuziehen. Das Überprüfen von Fenster und Türen vor dem Verlassen des Geschäftes muss eine Selbstverständlichkeit werden. Schulen Sie zudem das Personal vorm Betreten oder Verlassen der Filiale die Umgebung auf verdächtige Umstände, wie abgestellte, wartende Fahrzeuge oder verdächtige Personen zu überprüfen.

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