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Die Lasergravur als Faksimile.Wie kommt der persönliche Namenszug in den Ring?Möglich macht dies die Lasertechnik,aber so einfach, wie es klingt, ist das Lasergravieren im Ring nicht. Erstes Problem ist, dass die Innenseite beschriftet werden soll, noch schwieriger ist das Gravieren im Rund, und am meisten Probleme macht es wegen der Bombierung des Rings, das heisst, weil er innen nicht plan, sondern gewölbt ist. Das ist wichtig für die komfortable Trageeigenschaft. Darüber hinaus muss die Gravur gleichmässig sein und nicht etwa in den Wölbungen dünner und weniger tief, denn sonst würde sie sich im Lauf der Jahre an diesen Stellen abnutzen. |
| Parallel zum Laser wird eine Software für alle Parameter zur Digitalisierung der Unterschrift und die Übertragung zum Laser entwickelt. Wenn ein Paar zum Juwelier kommt und sich für den eigenhändigen Namenszug im Ring entscheidet, hinterlegt es einige Unterschriftenproben auf Papier. In der Manufaktur wird der Namenszug zuerst in Felder eingeteilt, wenn es ein längerer Text ist, und anschliessend digitalisiert. Jedes Feld wandelt der Computer in 300 bis 400 Punkte um. Wie hoch die Schrift wird, hängt von der Breite des gewählten Rings ab, absolut gesehen wird sie; maximal die halbe Ringbreite erreichen. Bei Unterschriften mit grossen Ober- und Unterschwüngen werden die Buchstaben daher kleiner als bei gleichmässig hohen. Auch die Länge des Textes ist begrenzt, denn es müssen außer dem Namen und dem Datum der Hochzeit noch die beiden offiziellen Stempel für die Legierung und den Hersteller hinein.
Sind die Vorarbeiten erledigt, wird zunächst eine Messingversion hergestellt, erst dann geht es in Gold oder Platin zur Sache. Der Laserstrahl, der im Winkel variabel ist, fällt über ein hochpräzises Drehspiegelsystem schräg auf den bereits fertig polierten Ring. Der wird auf einem ebenso präzisen Teileapparat von einem Spannfinger gehalten und nach programmierter Ringbreite und -grösse sowie der inneren Wölbung dem Strahl entgegengedreht. Innerhalb von drei oder vier Sekunden, in denen man den grünen Laserstrahl flitzen sieht, ist die Prozedur erledigt, das Gold verdampft. Der Ring muß dann nur noch vom schwarzen Staub befreit werden. Eine Lasergravur ist ein dauerhaftes Qualitätsmerkmal. Dafür haften Hersteller und Juwelier. Für die Qualität der Ehe haften sie, auch bei Unterschrift im Ring, aber natürlich nicht! |
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