Akoya Zuchtperlen

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Die Akoya (jap. Perle Gottes) ist eine sehr bekannte und angesehene Zuchtperle, die seit über 100 Jahren kommerziell gezüchtet wird. Etwa 1916 begann der Japaner Mikimoto mit der Produktion der weißen Akoyaperlen, die heutzutage in verschiedenen Tönen erhältlich sind, aber ihrer Form die Treue halten.

Der Ursprung der Akoya Zuchtperlen

Akoya Zuchtperlen

Die Akoya Zuchtperlen erscheinen in ihrer natürlichen Form im sanften Weiß oder Creme Ton (c) R. B. / pixelio.de

Die in Japan für die Zucht von Akoya Perlen verwendete Perlmuschel Art heißt im Lateinischen Pinctada martensii. Das “chinesische Pendant” heißt Pinctada chemnitzii. Mitte der 90er Jahre verlor Japan durch Umweltkatastrophen einen großen Teil der Muschel Bestände. Um den Handel aufrecht erhalten zu können, griff japanische Züchter zu der chinesischen Variante. Zum Teil kam auch eine Kreuzung der beiden Arten, die für die japanischen Gewässer geeigneter war, zum Einsatz. Neben Japan konnte sich aber auch China in der Akoya Zucht erfolgreich etablieren. Seit 40 Jahren betreibt die Volksrepublik eine effektive Zucht einer Schwesterart der Akoya Muschel – seit etwa 15 Jahren verkauft China auch an internationale Händler und Schmuckhersteller. Heutzutage agieren die Länder meist gemeinsam. Japanische Firmen investieren hoche Summe in chinesische Akoya Farmen und Manufakturen

Die Zucht und Ernte der Akoya

Chinesische Züchter, wie oben bereits erwähnt, gewinnen die Akoya Zuchtperlen aus der Muschel “Pinctada chemnitzii”. Zuerst wird in die Muschel ein Perlmuttkern mit etwas Mantelgewebe einer Gebermuschel eingesetzt. Mit Hilfe dieses Gewebes wird mehrere Wochen lang weiteres Perlmutt um den Kern angehäuft. Als nächstes werden die Muscheln in Netzen dem Meer zugeführt, bis sie geerntet werden können. Die Ernte der Akoyaperlen erfolgt in der Regel im Winter – denn den schönsten Glanz (Lüster) haben Perlen, die Ende des Winters geerntet werden. Zum Schluss werden sie, wie andere Perlen auch, in Manufakturen bearbeitet: vorsortiert, gebohrt, gebleicht und poliert.

Optische Merkmale

Die 2 bis 10 mm große Perle hat von Natur aus eine weißliche Cremefarbe. Durch Färbtechniken gewinnt man auch andere Farben. Sie ist besonders für ihre runde, glatte Form bekannt. Daher rührt auch ihr starker Glanz.

Akoya Zuchtperlen in der Schmuckindustrie

Die bekannteste Verwendung für Akoya Zuchtperlen sind Halsketten und Armbänder. Durch ihre Größe und ihren Glanz eignen sie sich aber auch für Ohrstecker und Ringe. Sehr beliebt ist die Kombination von weißen Akoya Zuchtperlen und Gold.

Preis

Zuchtperle

Der Preis der Perle wird durch ihre Größe bestimmt (c) w.r.wagner / pixelio.de

Ab einer Größe von 9 mm wird die Akoya Zuchtperle sehr selten. In den Bewertungskriterien “Farbe”, “Lüster” und “Form” wird eine Akoyaperlenkette vergleichsweise gut eingestuft. Aus diesem Grund liegt der Preis einer Kette aus Akoya Zuchtperlen bei einer Perlen-Größe von:

  • 6,5 mm bei ca. 300 Euro
  • 7,5 mm bei über 1000 Euro
  • 8,5 mm bei mehr als 4000 Euro

Der Preis pro Perle beträgt hier ungefähr 30,75 und 225 Euro.

Das Fazit zu Akoya Zuchtperlen

Die Akoya ist eine edle Perle, die sich besonders durch Glanz, Form und Farbe auszeichnet. Durch ihre künstliche Farbvielfalt eignet sie sich als Teil eines Schmuckstücks. Ihre komplette Wirkung entfaltet sie in einer Kombination mit Goldschmuck.

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